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Was kann man über eine CD sagen, die eine unbeschreibliche Musik hat? Nicht viel. Doch die vielen schwermütigen Menschen, die gerne in eine melancholische Stimmung verfallen, wenn die Blätter fallen (= leichte Herbstdepression) haben jetzt wohl den geeigneten Soundtrack für diese Stimmung gefunden!
Die Rede ist von Clara Luzia, eine Formation junger, talentierter MusikerInnen um die 28jährige Clara Humpel, die als Leadsängerin mit ihrer klaren, nachdenklichen Stimme, ihren Gitarrekünsten und ihrem unglaublichen Talent Lieder zu schreiben, die einen packen und nicht mehr loslassen, mehrere PassantInnen freitags auf der Mariahilferstraße zum Staunen gebracht hat.
Denn so etwas sieht man nicht alle Tag auf der FußgängerInnenzone: die bereits erwähnte Gitarristin und Sängerin gab, nebst einer Cellistin (Heidi Dokalik), einer jungen Backgroundsängerin an den Percussions (Mika Vember), sowie einem Pianisten und Akkordeonspieler („Nefzger, Vorname Alexander) und einer jungen Schlagzeugerin (Ines) ein großartiges Konzert mit bittersüßem Nachgeschmack, süß, weil man sich nachher fühlte, als hätte man gerade einen wunderschönen Tagtraum erlebt... bitter, weil alles, was so schön ist, von umso kürzerer Dauer ist. Zumindest gefühlsmäßig.
Daher die gute Nachricht für viele ZuhörerInnen oder PasantInnen, die nicht mehr weitergehen konnten: Es gibt eine CD, „Railroad Tracks“, 15 Lieder stark, und diese ist von überraschender Vielseitigkeit. Denn spätestens beim Lied „Fine“, das im Reggae-Takt erklingt, ist man von der überraschenden Vielseitigkeit dieser Band überzeugt! Wer jetzt allerdings wissen möchte, welche Musikrichtung das nun genau ist, muss ich enttäuschen.... iTunes behauptet, es sei „Alternative & Punk“, dem kann ich nicht zustimmen. Jedoch stellte ich zuletzt des Öfteren fest: Je definierbarer die Musikrichtung einer Band, einer CD oder einer Sängerin ist, desto gewöhnlicher ist auch die Musik, die sie machen...
Text: Lenny Dokalik