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Pressematerial |

Gesehen: Grand Theatre UP, 11.01
Im Netz: www.myspace.com/claraluzia
Das Wichtigste: Clara Luzia ist der Vorname von Clara Luzia Maria Humpel, es ist aber auch der Name der Band, der sie vorsteht. Die Wiener (sic!) operieren mit dem eigenen Label Asinella Records, haben ihr zweites Album Ende letzten Jahres über die Kölner Plattenfirma Unterm Durchschnitt, aber auch in Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Tolle Folksongs, wundervoll arrangiert und getextet, betörend schön gesungen.
Liebstes Album 2007: Captain Planet "Wasser kommt Wasser geht" (Unterm Durchschnitt)
Band/KünstlerIn für 2008: Gisbert zu Knyphausen
Akt. Album: "The Long Memory" (Asinella)
Ihr habt jetzt hier gespielt und wohl nicht wahnsinnig viel Zeit gehabt, euch andere Bands anzuschauen. Wen hättest du gern gesehen? Clara Luzia Maria Humpel: Get Well Soon. Überall liest man von diesem Wunderkind. Ich hätte ihn mir gern angeschaut, um zu wissen, ob das wirklich ein Wunderkind ist. Außerdem Killed By 9V Batteries.
Letztes Jahr habt ihr eure erste Deutschland-Tour gespielt. Wie war's? Super. Wir haben nicht die geringste Ahnung, woher all die Besucher (sic!) uns eigentlich kannten. Nur die Gagen sind in Deutschland deutlich schlechter als in Österreich.
Mann kann den Eindruck bekommen, dass Clara Luzia stark nach DIY-Prinzipien agieren. Wie wichtig ist diese Ethik wirklich für euch? Naja, der Eindruck entsteht wohl, weil ich ein ziemlicher Kontroll-Freak bin. Generell mag ich es, eigene Netzwerke zu haben, nicht immer so abhängig von anderen zu sein. Bei großen Plattenfirmen geht es nun mal darum, möglichst viele Einheiten zu verkaufen, und das ist nicht meine oberste Priorität. Deswegen war sehr schnell klar, dass wir unser eigenes Label machen.
Ihr wurdet vom österreichischen Musikfonds gefördert. Wie sieht diese Förderung aus, und wie ist sie zu bewerten? Natürlich ist das eine Hilfe, man kann aber schon über die Abwicklung streiten. Sie wollen gut produzierte Platten in den Läden stehen haben, fördern das auch, es gibt aber keine Mittel für Promotion, was sehr wichtig wäre. Außerdem gibt es absurderweise keine Zusammenarbeit mit den Radios. So kommt es, dass viele tolle Platten in den Läden stehen, aber niemand davon weiß.
Das Interview führte Christian Steinbrink
Foto: Michael Nemeskal